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Geschichte, Kultur und Natur in Innsbruck und Tirol

7-tägige Studienreise vom 26. Mai bis 1. Juni 2026

Nach unserer Studienreise 2025, die uns nach Südtirol führte, erkundeten wir nun den zweiten Teil des seit 1919 geteilten Landes Tirol. Mit unserer Reise nach Innsbruck folgten wir den Spuren der Habsburger und erlebten ein weiteres Stück europäischer Geschichte.

Schon Kaiser Maximilian wählte Innsbruck zu seiner Residenz. Bedeutende Künstler schufen Kunstschätze wie die kaiserliche Hofburg, die Hofkirche, den mächtigen Dom und das weltbekannte „Goldene Dachl". Unsere Reise führte uns zu den kulturellen Höhepunkten der Stadt und der Region. Wir entdeckten prachtvolle Schlösser, historische Kirchen und Museen und genossen atemberaubende Ausblicke auf die Alpen..

Blick aus einem Hotelzimmer

Wir wohnten im Hotel dasMei**** im hochgelegenen Mutters mit Blick auf die Nordkette der Alpen von Innsbruck. Das Hotel verfügt über einen modernen Spa-Bereich mit Finnischer Sauna, Dampfbad, Infrarotkabine und Ruheraum. Mit unserer Gästekarte und der modernen Stubaitalbahn konnten wir in wenigen Minuten die Stadt Innsbruck oder Fulpmes und die nahegelegenen Almen erreichen. Von der Terrasse des Hotelrestaurants hat man einen herrlichen Ausblick. 

1. Tag, Dienstag: Fahrt nach Innsbruck
Wir hatten eine staufreien und sehr bequeme Anreise mit einem 2/1-bestuhlten 5-Sterne-Superior Premiumbus von Koenig's Reisen. Wie beim Koblenzer Bildungsverein üblich, wurde während der Fahrt nicht nur das Programm ausführlich vorgestellt, sondern Romy Zahren berichtete auch von besonderen Frauen aus der Region.  In Innsbruck angekommen bezogen wir unsere Zimmer im Hotel das Mei**** im hochgelegenen Mutters. Von der Terrasse des Hotelrestaurants hatten wir eine grandiose Aussicht und konnten beim Abendessen einen herrlichen Ausblick auf die Berge genießen.

2. Tag, Mittwoch: Das kaiserliche Innsbruck
In der Nähe der Hofburg wurden wir von unserer Fremdenführerin Alexandra Glatzl begrüßt, die uns die Sehenswürdigkeiten von Innsbruck und der Umgebung näherbrachte. Wir unternahmen eine dreistündige Stadtführung durch die historische Altstadt von Innsbruck.
Zunächst passierten wir den Hofgarten, die grüne Lunge von Innsbruck. Er grenzt an die Kaiserliche Hofburg und liegt nahe der Talstation der Nordkettenbahnen. Am Touristikbüro erhielten wir die 72-Stunden Innsbruck-Card, mit der wir die meisten Sehenswürdigkeiten kostenlos besichtigen konnten. Zunächst ging es in die Hofburg, die im Jahre 1500 unter Kaiser Maximilian I. fertiggestellt wurde. Albrecht Dürer hat sie in einem Aquarell festgehalten.

Innsbruck, Riesensaal in der Hofburg

Wir besichtigten die Prunkräume mit großformatigen Schlachtenbildern Karl V., den Riesensaal – den bedeutendsten Festsaal Westösterreichs mit Deckenfresken von Franz Anton Maulbertsch – und die Kaiserlichen Appartements.

Anschließend besuchten wir die prachtvolle Hofkirche mit dem berühmten Grabmal Kaiser Maximilians I. Besonders sehenswert sind die kunstvollen überlebensgroßen Bronzefiguren, die das Grabmal Kaiser Maximilians mit dem leeren Sarkophag bewachen.

Maria von Burgund, Bronzestatue

Sie geben der Kirche auch den Spitznamen „Schwarz-Mander-Kirche", obwohl nicht nur schwarze Männer, sonden auch Frauen - wie Maria von Burgund - verewigt wurden. Das Prunkgrab wurde von Kaiser Maximilian bereits zu Lebzeiten für die Burg in Wiener Neustadt in Auftrag gegeben, wo er auch begraben ist. Sein Enkel, Kaiser Ferdinand I. (1503-64), ließ die Hofkirche in Innsbruck erbauen und das Grabmal dort aufstellen.  

Innsbruck, Hofkirche mit Grabmahl

Das Kaisergrab ist der zentrale Platz der Kirche. Gleichzeitig beherbergt die Kirche legendäre Lokalhelden wir den Freiheitskämpfer Andreas Hofer. Eine weitere Besonderheit ist ein prunkvoller Silberaltar mit Madonna von Hofbaumeister Giovanni Lucchese und eine Orgel, deren Pfeifen ausschließlich aus Holz geschnitzt sind.

Innsbruck, Goldenes Dachl

Danach ging es zum „Goldenen Dachl", dem Wahrzeichen Insbrucks. Mit seinen 2.657 vergoldeten Kupferschindeln und der reichen Fresken- und Reliefverzierung war der Prunkerker mitten in der Innsbrucker Altstadt nicht nur zu seiner Entstehungszeit um 1500 ein Blickfang. Auch heute zieht das Goldene Dachl tausende Besucher in seinen Bann und ist Innsbrucks bekannteste Sehenswürdigkeit.
Anschließend sollten wir kurz erleben, was Gewitter in Innsbruck bedeutet. Es gab einen gewaltigen Schlag. Am nächsten Tag erfuhren wir, dass ein Blitz in den Hauptbahnhof eingeschlagen und den Bahnverkehr lahmgelegt hatte. Der Regen hatte sich in kurzer Zeit verzogen, so dass wir mit den Nordkettenbahnen hinauf in die beeindruckende Bergwelt fahren konnten. Die Nordkettenbahnen umfassen die Hungerburgbahn, die Seegrubenbahn und die Hafelekarbahn, mit denen man in kurzer Zeit bis auf 2.300 Meter Höhe gelangt und einen gigantischen Ausblick auf die umliegende Bergwelt genießen kann. Sie sind auch in architektonischer Hinsicht außergewöhnlich. Dabei besticht besonders die moderne Hungerburgbahn hervor, die (wie die berühmte Bergisel-Sprungschanze) von der irakischen Stararchitektin Zaha Hadid entworfen wurde. Die futuristisch anmutende Ästhetik der zart geschwungenen Stationen erinnern an gletscherartigen Eisformation. Rückfahrt und Abendessen im Hotel.

3. Tag, Donnerstag: Tiroler Kultur und Sport
Der Donnerstag begann mit der Besichtigung von Schloss Ambras, eine der schönsten und bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Österreichs und eines der Topziele in Tirol.

Innsbruck, Schloss Ambras

Das Schloss war eine Liebesgabe von Erzherzog Ferdinand II. an die „Schöne Welserin“ Philippine. Der Erzherzog brachte in dem Schloss alle seine Kostbarkeiten aus Kristall, Silber, Gold, Glas und seltenen Naturalien sowie Harnische Waffen, Gemälde und exotische Schätze in einem eigens dafür errichteten Museumsbau unter. Bei einer sachkundigen Führung besichtigten wir neben der berühmten Kunst- und Wunderkammer auch die Rüstkammern, den Spanischen Saal, das original erhaltene Bad der Philippine Welser, die Glassammlung Strasser und die Habsburger Gemäldegalerie.

Nach der wohlverdienten Mittagspause in einem Tiroler Restaurant besuchten wir das  traditionsreiche Innsbrucker Familienunternehmen, die Glockengießerei Grassmayr. Seit über 400 Jahren sorgt die Firma für Glockenklänge in ganz Europa. In mehr als 14 Generationen haben die Grassmayrs das Glockengießerhandwerk weiterentwickelt und perfektioniert. Der Seniorchef selbst, 86 Jahe alt, ließ es sich nicht nehmen, uns in die Geheimnisse des Glockengießens einzuführen und durch die neu errichtet Glockengießeranlage zu führen.

Glockengießerei Grassmayr, Klangprobe

Das Handwerk ist gleichzeitig Wissenschaft und Leidenschaft und braucht eine Menge Gefühl. Gepaart mit neuesten wissenschaftlichen Kenntnissen entstehen Klangkörper, die die Jahrhunderte überdauern. Heute klingen die Grassmayr-Glocken in fast 100 Staaten weltweit.

Danach besuchten wir die Wiltener Basilika. Sie gilt als die schönste Rokoko-Kirche des Landes und die Heimat der Wiltener Sängerknaben. Schon zu frühchristlicher Zeit soll hier eine Marienverehrung begonnen haben.. Diese dauert bis heute an. So ist beispielsweise das Bildnis der „Muttergottes unter den vier Säulen“ eine spätgotische Skulptur unter dem Ziborienaltar, immer noch Ziel vieler Walfahrten.  

Bergiselschanze, Auffahrt mit der Seilbahn

Unser nächstes Ziel war die nahe gelegene Bergisel Sprungschanze. Mit der Anlaufspur als Brückenbau, dem Turm als Hochbau und dem Turmkopf als Stahlbau sind in der 2001 umgebauten Sprungschanze am Bergisel alle Sparten der Baukunst genial vereint. Die Architektin Zaha Hadid hat dem Bauwerk ihren künstlerischen Stempel aufgedrückt. Wir fuhren mit dem Lift bis auf die obere Plattform und konnten einen Eindruck davon gewinnen, wie die Skispringer aus dieser gewaltigen Höhe mit dem Blick auf den unteren Friedhof ins Tal springen.

Andreas Hofer, Denkmal

Zum Abschluss des Tages besuchten wir das Tirol Panorama. Das Riesenrundgemälde bannt auf 1000 Quadratmetern in faszinierender und atemberaubender 360 Grad Sicht den Tiroler Freiheitskampf. Das 1896 geschaffene Gemälde dokumentiert alle Facetten, die den „Mythos“ Tirol ausmachen. Es zeigt Landschaften und Menschen, den unbändigen Drang nach Freiheit und den in dessen Folge entbrannten Kampf, die Starke Verbindung zu Religion und Gott. Vor der Rückfahrt zum Hotel konnten wir die vielfältigen Eindrücke des Tages bei Kaffee und Kuchen im nahegelegenen Café noch mal Revue passieren lassen.

4. Tag, Freitag: Schwaz, Swarowski, Hall und Wallfahrtskirche Absam
Am Vormittag besuchten wir die Swarovski Kristallwelten in Wattens. 1995 schuf André Heller anlässlich des 100-jährigen Firmenjubiläums der Firma die Swarowski Kristallwelten als Kunstmuseum. In 18 unterirdischen Wunderkammern erlebten wir eine Reise in ein Wunderland der Fantasie. Beeindruckend die begehbaren Installationen aus Licht und Farben oder der Ewige Winterzauber mit permanentem Schneefall oder die Darstellung des glamourösen Outfits von großen Künstlern Hollywoods z.B. von Marlene Dietrich oder Maryline Monroe.

Danach fuhren wir zum historischen Silberbergwerk in Schwaz, einst das größte Silber­bergwerk der Welt. Nach der Einkleidung mit Bergmannskleidung fuhren wir mit der Bergmannsbahn, dem „ratternden Hund“ 800 Meter tief in den Berg – und erlebten eine spannende Führung unter Tage. Das Schwarzer Silberbergwerk wird auch die Mutter aller Bergwerke genannt. Bis zu 10.000 Knappen suchten und fanden vor 500 Jahren hier Silber und Kupfer und machten die Stadt Schwaz zur größten Bergbaumetropole der Welt und Tirol zu einem der reichsten Länder Europas. Sage und schreibe 85% des weltweit geschürften Silbers kamen aus dieser Mine.

Nach der Mittagspause ging es weiter nach Hall. Der Salzabbau im Mittelalter brachte der Stadt großen Reichtum. Bei einem Rundgang lernten wir die Altstadt kennen, die als die größte und am besten erhaltene in Tirol gilt. Wir bewunderten die kopfsteingepflasterten Gassen, die prächtigen Bürgerhäuser und die zahlreichen Brunnen. Die Münze Hall wurde im 15. Jahrhundert gegründet und prägte den ersten Taler, den Vorläufer des US-Dollars. Zum Abschluss besichtigen wir die Wallfahrtskirche Absam, ein künstlerisches Kleinod, bekannt für das mysteriöse Gnadenbild. Noch heute besuchen Gläubige aus aller Welt die Pfarrkirche, um zu Maria zu beten, die in einer kleinen Glasscheibe Gestalt angenommen hat. Rückfahrt und Abendessen im Hotel.

5. Tag, Samstag: Zur freien Verfügung
Viele von uns nutzten die vom Hotel ausgestellte Welcome Card für eigene Unternehmungen. Einge von uns besuchten die Markthalle am Inn und bestaunten die Fülle von Waren.

Innsbruck, Dom St. Jakob

Danach den Dom zu St. Jacob. An diesem Tag fanden zahlreiche Hochzeiten statt und die Brautpaare konnten über einen langen roten Teppich zum Dom schreiten.

Gnadenbild von Lukas Cranach im Dom

Die bekannteste Sehenswürdigkeit im Dom ist das Gnadenbild Mariahilf des Malers Lucas Cranach des Älteren aus dem 16. Jahrhundert, Es wurde auf der ganzen Welt kopiert. Nach einer deftigen Mahlzeit mit Tiroler Schinken, Käse und Wein ging es mit der Stubaitalbahn wieder zurück zu unserem Hotel in Mutters.

6. Tag, Sonntag: Panoramarundfahrt
Auch am nächsten Tag begrüßte uns wie an allen Tagen die Sonne. So konnten wir eine eindrucksvolle Panoramafahrt über das Sellraintal und weiter nach Kühtai auf 2.000 Meter Höhe erleben. Nach unserer Mittagspause in Ötz besichtigten wir zum Abschluss mit einer Sonderführung das Stifts Stams, eine bedeutende Zisterzienserabtei im Tiroler Inntal. Die Stiftsbasilika wurde im 18. Jahrhundert prachtvoll barockisieret. Besonders beeindruckt hat uns der Lebensbaum-Hochaltar mit 84 geschnitzten Figuren, das schmiedeeiserne Rosengitter und das „Österreichische Grab" (die Fürstengruft) im Hauptschiff. Ebenso der Bernardisaal, ein prächtiger Barocksaal, der als Fest- und Konzertsaal dient und mit Fresken aus dem Leben des heiligen Bernhard geschmückt ist. Am Hotel verabschiedeten wir uns von unserer charmanten tirolerischen Reiseleiterin, die uns sachkundig durch das Programm geleitet hat. Rückfahrt und Abendessen im Hotel.

7. Tag, Montag: Rückreise nach Koblenz
Am letzten Tag brachte uns unser Fahrer, Hans Walenta von der Firma König's Reisen, wieder gut und sicher nach Koblenz zurück.

Termin: Dienstag, 26. Mai 2026
Abfahrt: 8:00 Uhr, Koblenz, Reisebusbahnhof (ehemals Spardabank)
Rückkunft: Montag, 1. Juni 2026, gegen 20 Uhr
Preis: Mitglieder 1.549,00 € p.P. im DZ, Gäste: 1.579,00 € p.P. im DZ
EZ-Zuschlag: 228,00 €
Reiserücktrittskosten-Versicherung 60,00 € p.P. im DZ, 67,00 € im EZ (bei 20% Selbstbehalt)
Leistungen:
• Reise im 2/1-bestuhlten 5-Sterne-Superior Premiumbus
• 6x Übernachtung mit Vitalfrühstück im Hotel dasMEI**** in Mutters
• 6x 3-Gang Abendessen im Hotel
• Führungen und Eintritte gemäß Programm
• Innsbruck-Card 72 Stunden
• Kaffee und Kuchen im Panoramacafé Bergisel
• WelcomeCard
• Zutritt zum Wellnessbereich des Hotels
• Kurtaxe
• Audio-Guide
• Programmheft
• Reiseleitung durch Koblenzer Bildungsverein
Hinweis: Die Reise ist für Personen mit eingeschränkter Mobilität nicht zu empfehlen.

 

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